In Freundschaft gemeinsam stark

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Wenn das Ergebnis nur Nebensache ist


Es berichtet Ralph Rolli

Sechs Tore gab es beim Spiel der Landesauswahl der Fußballer mit mentaler Beeinträchtigung gegen die Stiftung gegen Gewalt an Schulen zu bejubeln. Aber das Ergebnis war nur Nebensache. Es war ein besonderes Spiel für beide Teams. Zum ersten Male trat die Landesauswahl gegen eine Stiftung an.
Für die Auswahl eine Vorbereitung für die deutsche Meisterschaft der Länder im Juni in Wetzlar (Hessen), die Stiftung ein echter Härtetest mit Spaßfaktor.
„Es ist eine neue Erfahrung für uns“ sagte BW-Auswahltrainer Fritz Quien „aber auch eine gute Vorbereitung für die deutschen Meisterschaften.“ Letztes Jahr belegte die Landesauswahl dort von zehn Teams den 4. Platz „und der dürfte es schon wieder werden“ gab Quien das Ziel vor.
Vorsitzender des Fördervereins der Stiftung gegen Gewalt an Schulen ist Tobias Sellmaier, der freute sich, dass dieses Spiel zustande kam und sagte: „Ich hoffe, dass wir alle Spaß haben und hoffe, dass wir nicht zu hoch verlieren.“
Zu Besuch in Weiler war auch Leutenbachs Bürgermeister Jürgen Kiesl, der die Zuschauer und Spieler begrüßte: „Das Spiel passt genau hier her nach Weiler zum Stein, hier kommt die Stiftung gegen Gewalt her und wir in Leutenbach sind eine von vier Modellkommunen von Inklusionsgemein-den. In wenigen Wochen wird bei uns ein Kaffee eröffnet, bei der Behinderte von der Paulinenpflege fest angestellt und die Bewirtung übernehmen werden – eine Inklusion der besonderen Art.“

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Gekickt wurde natürlich auch, zur Pause führte die Auswahl mit 3:1 und am Ende stand es 5:1 für die Landesauswahl der Fußballer mit mentaler Beeinträchtigung.
Zustande kam die Veranstaltung durch Vorgespräche mit dem wfv-Abteilungsleiter Oliver Deutscher („Wir haben einen möglichen Gegner für die Auswahl gesucht, die gerade in der Sportschule Ruit trainiert und der Fußballbezirk Rems-Murr hat sich gleich bereit erklärt, uns dabei zu unterstützen“).
Der Bezirksvorsitzende Patrick Künzer erklärte: „Es war keine Frage, dass der Bezirk versucht, dies zu organisieren, nachdem wir aber keine Vereinsmannschaften finden konnten, haben wir uns sehr gefreut, dass wir die Stiftung gewinnen konnten.“ Unterstützt wurde das Projekt vom Sportkreis Rems-Murr, dessen Präsident Erich Hägele ebenfalls Gast war: „Ich freue mich, dass Fritz Quien neben der Behindertenauswahl auch die Behinderten an der Basis trainieren wird und danke allen Mitwirkenden.“
Am Ende war das Ergebnis mit 5:1 deutlich gegen eine aufopferungsvoll kämpfende Stiftung, aber das war reine Nebensache.
Denn es gab nur Gewinner am Samstagnachmittag in Weiler zum Stein:
Schiedsrichter Klaus Dörr, der ohne Karten auskam und auf seine Spesen verzichtete,
Patrick Künzer, der wie Gino Karsch von Tobias Sellmaier zum Ehrenmitglied des Fördervereins der Stiftung gegen Gewalt an Schulen e.V. ernannt wurde
Tobias Sellmaier, der von Patrick Künzer für seine Verdienste in der Stiftung und beim FSV Weiler zum Stein mit der Jugendleiterehrennadel in Bronze ausgezeichnet werden konnte.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die gute Bewirtung vom FSV Weiler zum Stein und einem gemeinsamen Imbiss, gestiftet vom Sportkreis Rems-Murr. Eine runde Sache, aber auch eine bemerkenswerte und gelungene Veranstaltung.

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