Wie zeige ich eigentlich die Zivilcourage richtig?

Das lernten Jugendliche aktiv in einem Workshop in Winnenden

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Winnenden.
Das Projekt „Weltfairänderer“ machte vier Tage lang Station in Winnenden und die Stiftung gegen Gewalt an Schulen war mit einem Workshop beteiligt.
Lars Groven, Fachreferent für Gewaltprävention und Deeskalation der Stiftung, beeindruckte beim Workshop in der Albertville-Realschule die 20 teilnehmenden Jugendlichen mit einem sehr aktiven und herausfordernden Programm.
"Seid ihr freiwillig hier?" fragte Herr Groven zu Beginn die Schülerinnen und Schüler, die sich extra am Nachmittag 2 Stunden Zeit genommen hatten.
Die coole Antwort lautete "Ja!"
Schließlich wollten sie lernen, was man tun kann und muß, wenn es zu Mobbing und Ausgrenzung kommt oder man im Alltag "dumm angemacht wird".
Was mache ich, wenn mir jemand körperlich zu nahe kommt und mich aggressiv angeht? Und – Was heißt Zivilcourage zeigen und wie macht man das eigentlich richtig?
Schnell wurde an diesem Nachmittag in der interaktiven Gruppenarbeit klar, dass es manchmal schon an der Körpersprache oder dem Blick liegt, wie man auf seine Mitmenschen wirkt. Es gibt die deutliche Erkenntnis, dass Beleidigungen und abwertende Reaktionen nicht deeskalierend wirken, dass viele Situationen mit wachem Auge frühzeitig zu erkennen sind und dass Zivilcourage zeigen immer leichter ist, wenn man sich Hilfe dazu holt. Am Ende des Workshops gaben die Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 15 Jahren ein eindeutiges Feedback:
Sie haben an diesem Nachmittag sehr viel über sich, über Gewalt und richtiges Handeln gelernt. Zudem hat Herr Groven das Thema in ihrer Jugendsprache praxisnah und verständlich rüber gebracht. Die Zeit verging wie im Flug und eigentlich seien dafür die zwei Stunden viel zu kurz gewesen.

 

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Zur Person Lars Groven:
Mein Name ist Lars Groven und ich arbeite als Fachreferent für Gewaltprävention und Deeskalation für die Stiftung gegen Gewalt an Schulen.
Als Sozialpädagoge sowie Anti-Aggressivitäts- und Coolness-Trainer führe ich viele Workshops an Schulen durch und arbeite hier sowohl in Schulklassen als auch mit Lehrerkollegien und Eltern.
In den meisten Einsätzen geht es um Gewaltprävention sowie den Umgang mit Grenzverletzungen und Deeskalation.
Des Weiteren biete ich für viele Berufsgruppen Deeskalationstrainings an. So habe ich bereits für die Polizei, viele Bereiche der Jugendarbeit, der Bahnhofsmission sowie im Freiwilligendienst und für Sportvereine Seminare und Trainings durchgeführt.
Die Themenschwerpunkte liegen hier hauptsächlich bei der Deeskalation von hochgefährlichen Situationen und Selbstbehauptung.
Weitere Bausteine meiner Tätigkeit sind ein regelmäßiges Training mit Gewaltstraftätern in einer Jugendarrestanstalt sowie die Durchführung von Seminaren für die Stadt Stuttgart mit dem Schwerpunkt häusliche Gewalt.
Bei Interesse an Workshops oder Schulungen wenden Sie sich bitte an die Stiftung gegen Gewalt an Schulen per E-Mail unter info@stiftung-gegen-gewalt.de oder telefonisch unter der
Nummer 07195 589570


Fotos: Tobias Sellmaier vom Förderverein der Stiftung gegen Gewalt an Schulen e.V.

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